Freitag, 9. Oktober 2009

Der Spambeantworter



Der Radiosender 1Live hat es bereits im früheren Comedyprogramm aufgenommen und auch ich habe mich mal mit den alltäglichen Spamnachrichten im E-Mail Ordner auseinandergesetzt.
Die Klassiker sind natürlich die zig Werbungen für Viagra und Penisvergrößerung welche jedoch schon lange aus der Mode gekommen sind und mittlerweile auch der dümmste DAU nicht mehr darauf reinfällt.

Lustiger hingegen sind deutschsprachige E-Mails mit dem Hinweis: "Ich vermute das diese E-Mail eine Überraschung für sie ist, aber es ist wahr!"

Bei einer Routineprüfung einer afrikanischen Bank ist der Absender auf ein Konto gestoßen, welches unbenutzt ist und mit ca. 15.000 $ rumdümpelt. Der Inhaber ist leider verstorben und nun können SIE, also ich, dem Absender helfen dieses Geld zu bekommen. Natürlich muss man dafür erstmal was hinblättern. Schade. Im übrigen werde als "Lieber Freund" angesprochen. Aber eine Personalisierung findet nicht wirklich statt. Ich finde es trotzdem schön, das die Afrikaner an mich denken wenn ihnen ein unbenutztes Konto auffällt. Leider können viele Menschen mit 15.000 $ nichts anfangen, da sie Hartz IV Empfänger sind und somit ein anrechnungspflichtiges Einkommen zustande käme.

Auch sogenannte Hoax Mails häufen sich in letzter Zeit. Einmal ist es ein an Leukämie erkranktes Kind welches dringend Hilfe braucht, ein anderes Mal geht es um gefährliche Viren die im Umlauf sind. Traurig das meist Kinder und Krankheiten für solche Mails benutzt werden sind es jedoch genau diese, welche größtenteils Interesse an Unwissenden weckt. Keiner hat was gegen Spenden, aber sollte man bedenken und sich sensibiliseren lassen wenn es um Überweisungen etc. geht, welche per E-Mail angepriesen werden.

Wenn ich eine solche Mail in Umlauf geben würde mit der Bitte um eine Spende von 5 Euro. Und meine Mail würde an 100 Leute verschickt werden. Davon senden 50 diese Mail an 50 Leute weiter und die anderen 50 überweisen mir 5 Euro. Letztendlich hätte ich dann einen Gewinn von 250 Euro und ein weiteres Netzwerk an potentiellen Kunden von insgesamt 150 Leuten. Und es würde immer so weiter gehen...

Meist nützt auch ein Beantworten der Mails nichts, da es sich um falsche Emailadressen handelt und der Absender nicht mehr zu erreichen ist. Schade eigentlich. Manche Antworten von mir waren doch wirklich gut.

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